Männerriegereise
Schwarzwald

vom 9./10. September 2006
Jürg Howald


Schon wieder ist eine gelungene Reise der Männerriege Ettenhausen Geschichte. Bei schönstem Wetter und unter besten Bedingungen, fast schon selbstverständlich, fand sie statt.

So gegen 07.00 Uhr vergrösserte sich die noch nicht ganz wache Schar der Reiselustigen bis auf Vollbestand von gegen 20 Männerriegeler. Als auch noch Peter Eitzinger, mit der ihm eigenen Verspätung eintraf, schliesslich hatte er die Schlüssel zu den beiden Bussen, konnte die Reise definitiv gestartet werden. Das Gepäck wurde versorgt, die ersten Sprüche zum Besten gegeben und ab ging die Reise.

So ganz genau wusste eigentlich niemand, wohin diese definitiv hinführte. Doch auf der Fahrt Richtung Autobahn via Neuhausen am Rheinfall, mit erstmaligen Kaffe- und „Bisihalt“, löste unser Reiseführer Albert das Geheimnis auf. Nach Hinterzarten, welch erotischer Name, ging die Fahrt. Noch war’s aber nicht soweit. Beim ersten Restaurant stand man vor verschlossenen Türen. Also wieder zurück, dort klappte es endlich. Kaffe, den Muntermacher, konnten wir am Selbstbedienungstresen erstehen und natürlich gab’s auch Gipfeli dazu. Nach getaner Arbeit, jetzt schon angenehm wach und neugierig, gab uns Albert sein Reiseprogramm bekannt.

Es ging weiter Richtung Titisee, dann nach Hinterzarten, wo wie unser Hauptquartier aufschlugen. Im Hotel Schwarzwaldhof wurde eingecheckt.

Etwas später traf man sich vor dem Hotel, um den Marsch zum Mittagessen unter die Füsse zu nehmen. Richtung Ravenna-Schlucht ging’s, aber nur etwa hundert Meter, und schon luden die Tische eines Restaurante zum Trunke. Zur Stärkung gab’s Weissbier und einige Unverdrossene gaben sich sogar dem Jassen hin.


Doch endlich ging’s weiter. Zuerst noch durch die letzten Häuser von Hinterzarten, dann durch Wiesen und am Schluss durch eine schluchtartige Landschaft, ähnlich dem Farenbach-Tobel bei Elgg, nur wilder und länger. Am Ende angekommen weitete sich die Landschaft, und wie bestellt, hatte es da auch Gasthöfe und Hotels, welche zum Mittagessen einluden.

Nach einem guten Mittagessen ging’s zurück zum Ausgangspunkt. Einige gingen zu Fuss, und diejenigen welche vom Wein etwas müde waren, mit dem Bus.

So gegen drei Uhr war wieder Abfahrt beim Schwarzwaldhof, zum Höhepunkt des ersten Reisetages. Golfen war angesagt. Beim Golfplatz angekommen wurde die Vorfreude ein wenig getrübt. Wegen Überbuchung wurden wir auf später vertröstet. Kein Problem, die Wartezeit konnte ja mit Jassen und Tranksame überbrückt werden. Doch endlich war’s soweit. Ein Golflehrer führte uns in die Geheimnisse des Golfen’s ein. Richtige Körperhaltung, ausgeklügelte Griffmechanik und Schwungtechnik wurde uns beigebracht.

Danach bekamen alle Mitmachenden einen Schläger und einen kleinen Korb voll mit Golfbällen. Auf dem Testgelände wurden denn auch excelente und weniger gute Abschläge gezeigt, bevor man sich endlich auf die heiligen Greens begeben konnte.

In Vierergruppen schlug man ab und viele suchten anschliessend verzweifelt ihren kleinen, runden, weissen Golfball im hohen Grase daneben. Wie im Flug verging die Zeit, viel zu schnell fanden alle, aber dem Sonnenstand nach war’s trotzdem Zeit zur Rückkehr nach Hinterzarten, wo anschliessend das Nachtessen im Schwarzwaldhof serviert wurde.


Den Verlauf des weiteren Abends wurde individuell angegangen. Einige meinten, sie hätten das grosse Los gezogen beim Besuch einer Alphütte mit Musik und die Anderen, die bei deren Rückkehr immer noch am Jassen waren, konnten es nicht so recht glauben. Es muss wohl an den angestrengt glücklichen Gesichtern gelegen haben.

So ab acht Uhr am Sonntagmorgen traf man sich beim Frühstück wieder. Danach wurde ausgecheckt und die ganze Truppe marschierte auf Umwegen nach Titisee. Dort stärkte man sich wieder, bevor das Pedaloboot-Rennen begann.

Zweiergruppen wurden gebildet, und in drei Ausscheidungsfahrten auf einer Strecke im Dreieck um Bojen herum, wurden schlussendlich die erfahrensten Pedaloboot-Schifffahrer auserkoren. Mit Halten, Stossen und sonstigen Tricks wurde versucht, möglichst viele Vorteile herauszuholen, Positionen zu verteidigen und die Mitstreiter hinter sich zu lassen. Doch auch hier zeigte sich, dass der Geist über die Materie obsiegt hat. Nicht nur Kraft, sondern auch spezielle Anlegetechniken und gefühlvolles Steuern waren gefragt. Auf alle Fälle war’s lustig, selten wurde soviel gelacht und an der abschliessenden Meisterfeier wurde sogar Chmapagner getrunken.

Der Veranstalter dieses Rennens war so begeistert von unserem Einsatz, dass dieser uns sogar die anschliessende Fahrt über den Titisee zu unserem Mittagshalt am anderen Ende des Sees sponserte. Etwas ruhiger, durch die Anstrengung gezeichnet, wurde dann das Mittagessen eingenommen.

Gestärkt und voller Tatendrang wurde danach der Rückweg durch Wald und Wiesen zurück nach Hinterzarten in Angriff genommen. Zuerst etwas steil und etwas schnell marschierten wir dem nächsten Ziel, der Skischanze vom Hinterzarten zu. Imposant und eindrücklich präsentierte sich diese aus der Nähe gesehen. Weiter ging es durch die ersten Häuser von Hinterzarten und zurück zum Schwarzwaldhof, wo sich alle wieder trafen.

Unter nicht mehr so strahlendem Himmel versammelte sich die Schar der Männerriegeler zur Abfahrt. Mit etwas Wehmut im Herzen stieg man in die Busse um endgültig die Heimfahrt anzutreten. Richtung Titisee ging’s jetzt wieder der Heimat entgegen. Von den vielen Aktivitäten etwas erschöpft war es eher still im Bus. Die Rückfahrt führte uns durch die eindrückliche Gegend des Schwarzwaldes, via Schleitheim, Schaffhausen und Winterthur zurück nach Ettenhausen.

Eine gelungene, gut organisierte Reise fand am Sonntagabend ihr Ende. Ein herzliches Dankeschön dem Organisator und Chauffeur Albert. Einen grossen Applaus auch dem Chauffeur Rolf im zweiten Bus. Beiden vielen Dank, dass sie uns auch sicher wieder nach Hause gebracht haben. Ich bin sicher, diese zwei unvergesslichen Tage werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.