Männerriege-Reise 2004
Toggenburg

vom 11. September 2004
Peter Eitzinger und Peter Metz


Den letzten beissen die Hunde - gemäss diesem Motto hat es nun auch mich einmal erwischt. Zwar hat mich kein Hund gebissen, dafür schreibe ich jetzt den Bericht über die diesjährige Männerriegenreise weil ... ja weil ich eben der Letzte war, der sich am Samstag morgen zum Start der Männerriegenreise eingefunden hatte. Diesmal konnte sich der Präsident durchsetzen!

Für einmal war diese Reise nur für einen Tag geplant. Im Hinblick darauf, dass nächstes Jahr evt. eine längere Reise zu unserem ehemaligen Turnkollegen Urs Gisler nach Irland stattfindet.

Nachdem während Tagen perfektes Spätsommer-Wetter geherrscht hatte, waren die Wetterprognosen für den Samstag nicht mehr so sicher. So hingen denn morgens um 07:30 h noch tiefe Regenwolken über Ettenhausen, als sich 24 wanderfreudige Männer- und Senioren-Riegler beim Schulhaus besammelten. Die Wolken verzogen sich jedoch bald und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Nach dem Appell durch Dölf Frei - der in gewohnt souveräner Art durch den von ihm perfekt organisierten Tag führte - verteilte man sich für die Fahrt ins Toggenburg auf 3 Kleinbusse. Wer sich den richtigen Bus geschnappt hatte, erhielt nach rund 200 m bereits die erste Stärkung in Form eines frischen Zopfes, den Ernst Wägeli grad eingekauft hatte und zum Frühstück nach Hause bringen wollte. Stattdessen wurde er dann von den Insassen in besagtem Bus auf dem Weg Richtung Alt St. Johann verzehrt. Was die restliche Familie Wägeli zu dieser milden Gabe am frühen Samstag morgen meinte, ist uns bis heute nicht zu Ohren gekommen. Jedenfalls ist Ernst unversehrt zur Turnstunde am darauffolgenden Montag erschienen.

Auch ohne Stärkung unterwegs hatten es die 2 anderen Busse bis nach Alt St. Johann geschafft, wo die Billette für die Sesselbahn hinauf nach Alp Selamatt verteilt wurden. Oben angekommen, begab man sich zuerst mal ins Bergrestaurant Selamatt, wo sich nun alle mit Kaffee und Gipfeli für die bevorstehende Wanderung stärken konnten.

Unter dem Motto „mir händ gnueg Zyyt“ informierte Dölf über den Sagenweg, der als Rundweg bewandert werden konnte. Diejenigen, die es etwas kürzer bevorzugten, nahmen die direkte Variante über die Flurstrasse entlang der Höhenkurve unter die Füsse. Wer seine Geographie-Kenntnisse auffrischen wollte, erhielt gleich zu Beginn eine Lektion über alle Namen der Churfirsten. Wer weiss sie noch? Danach begann die spannende Wanderung durch abenteuerliche Sagen, mystische Legenden und phantastische Geschichten, deren Inhalte man auf hohen, bemalten Holztafeln nachlesen konnte. Bei Nr. 5 “Wildenmannlisloch“ besichtigten wir noch eine Höhle. Dies bekam jedoch nicht allen gleich gut. Nebst Knochenresten von Bären, Neandertalern und anderen ausgestorbenen Spezies findet man nun in dieser Höhle auch Hautreste neuzeitlicher Homo sapiens. Dafür konnten wir uns bald darauf im Bergrestaurant Wildenmannlisloch von den Höhlenstrapazen erholen und uns zur Mittagsrast niederlassen. Nach dem Essen vergnügten sich die einen bei einem gemütlichen Jass, während andere die Spitze des einen Churfirsten bestiegen (wie heisst er jetzt schon wieder?) und wieder andere mehr oder weniger jugendfreie Witze zum Besten gaben. Danach ging es über den zweiten Teil des Sagenweges gemütlich zurück zur Alp Selamatt, wo man auf der Terrasse des Restaurants nochmals den Flüssigkeitsverlust ausglich bevor man mit der Sesselbahn wieder zu Tale fuhr.

Die reiferen Herren wollten vom Bergrestaurant Wildenmannlisloch direkt mit der abenteuerlichen Luftseilbahn ins Tal nach Starkenbach hinunter, mussten dann aber zu Fuss absteigen weil die Bahn keine Extrafahrt machen wollte (sälber tschuld). Mit den Kleinbussen ging’s zum zweiten Teil dieses gelungenen Ausfluges Richtung Dölfs Heimat, dem Hemberg. Da sich der Schreibende vorübergehend von der Gesellschaft verabschieden musste, übergibt er nun das Wort bzw. die Tastatur seinem Namensvetter Peti Metz:

Auf dem Hemberg angekommen wurden wir auf dem wunderschön gelegenen Hof von Dölfs Bruder Werner und seiner Frau Liselotte zu einem Apéro begrüsst. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft. Natürlich musste anschliessend die sportliche Fitness und Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. In den Disziplinen Korbballwerfen, Luftgewehrschiessen, „Chriesistei“ Spucken und Ablupfen (auch die betagteren Herren müssen eine Chance haben ……) wurde heftig um jeden Punkt gekämpft. Mitmachen war wichtiger als gewinnen darum verzichten wir auf die Veröffentlichung der Rangliste. Nach gemütlichem Beisammensein, Jassen und Plaudern rief Dölf zum Aufbruch ins Restaurant Krone in Hemberg. Beim vorzüglichen Nachtessen wurden unsere Lachmuskeln immer wieder arg strapaziert durch die markigen Sprüche und Witze von Güst. Um etwa 22:30 war es leider schon wieder Zeit den Heimweg unter die Räder zu nehmen und unsere Fahrer führten uns sicher nach Ettenhausen zurück.

Im Namen aller Männerriegler bedanken wir uns ganz herzlich bei Dölf für die ausgezeichnete Organisation dieses herrlichen Tages. Der Dank gehört natürlich auch un- seren sicheren Fahrern Chrigel, Guido und Rolf die sich den ganzen Tag mit Blöterliwasser ( Pfui….. ) begnügen mussten.