50 Jahre Männerriege Rückblick

50 Jahre Männerriege Ettenhausen - Ein Rückblick

von Ignaz Zehnder

Zu alt können sie sich nicht gefühlt haben, die älteren Turner des TV Ettenhausen im Jahre 1959. Im Gegenteil. Sie turnten intensiv in der Aktivsektion und gleichzeitig und vorausschauend turnten sie ab dieser Zeit noch zusätzlich in einer Art Seniorengruppe des Turnvereins. Dies wohl mit der Absicht, bald in einer eigenen Riege und altersgerecht noch lange dem Turnsport frönen zu können. Nach mehrjährigem Versuch sitzen am 6. Dez. 1963 11 Männerturner zusammen und gründen schriftlich beurkundet die Männerriege Ettenhausen als Untersektion des Turnvereins und melden diese Riege auch gleich beim Thurg. Männerturnverband an. Hauptinitiant ist - wie könnte es anders sein - unser ehemaliger Ehrenpäsident Bruno Zehnder. Zusammen mit ihm unterzeichnen die weiteren zehn Männerturner Johann Zehnder, Alfons Krattinger, Alois Mathis, Hans Oberteufer, Friedrich Alber, Kurt Sprenger, Roger Aubry, Hermann Anderwert, Martin Weibel und Arthur Sprenger die Gründung und ihren Beitritt zur Männerriege Ettenhausen. Je nachdem wo man nachliest, wird auch vom Gründungsjahr 1959 gesprochen. Schriftlich belegt und mehrmals in den Jahresberichten bestätigt, wird das Jahr 1963 als offizielles Gründungsjahr betrachtet. In der allerersten Ausgabe der TVE-Nachrichten wird gar vom Jahre 1964 gesprochen.

Ein dreiköpfiger Vorstand (Bruno Zehnder als Präsident und gleichzeitig als Oberturner, Johann Zehnder als Kassier und Martin Weibel als Aktuar) steuert den neuen Verein geschickt und initiativ durch die Zeit. Bereits im ersten Jahr findet man sich 56 mal zu Turn- oder Spielübungen zusammen. Im Winter wird in der ‚altehrwürdigen' Trotte geturnt, im Sommer auf dem alten Turnplatz im Hinterdorf. Das Faustballspiel ist mitunter eine der wesentlichen Betätigungen. Bereits 1964 nimmt man am Faustballtreffen der Hinterthurgauer Männerturner in Aadorf teil. Mit der Verstärkung von Ernst Blattner und Hans Zbinden von der Aktivriege wird auf dem zugeteilten Platz gleich der 2. Rang erzielt. Und bereits im folgenden Jahr ist erstmals und vollzählig die Teilnahme am Kantonalturnfest in Amriswil zu verzeichnen. Der erfolgreiche Start der Männerriege wird nun auch gleich vererbt. Vollzählig und ermunternd wohnt man am 30. Juni 1966 der Gründung der Frauenriege bei.
Viel Wert wird immer wieder auf ein gutes Verhältnis zum Stammverein (Aktivriege) sowie den übrigen Riegen gelegt. Gutes Einvernehmen erleichtere das Verfolgen gemeinsamer Ziele, was in einem Jahresbericht mit folgenden Worten zum Ausdruck kommt: "Die Kontakte zwischen den Riegen sind sehr wertvoll und ein ‚sich zueinander bekennen' gehört zum gemeinsamen Streben."

Wie wichtig die Turnsache gewertet wird zeigt ein interessantes Detail: Im Jahre 1965 unterziehen sich die Männerturner einem sportärztlichen Untersuch, der Aufschluss darüber gibt "ob der Korpus in Ordnung ist oder ob eventuell vorbeugend etwas zu tun sei."

Schon in den jungen Jahren der Riege bringt man sich auch politisch ein. Bei der in Diskussion stehenden Schulhaus-Neubauten vertreten zwei Mitglieder die Turninteressen in der Baukommission der Schulgemeinde. Man hat Angst, dass der älter werdenden Trotte bald der Schnauf ausgeht. Es gilt der Slogan "Wir müssen vorwärtsschauen und uns trotz der uns eigenen zahlreicheren Jahrringe einen unruhigen und vorwärtsstrebenden Geist bewahren, denn wer die Vergangenheit mehr liebt als die Zukunft, der lebt nicht in der Gegenwart."

Wie für viele andere Riegen geht mit dem Bezug der Turnhalle Ende Oktober 1968 ein Wunsch in Erfüllung. Es keimt die Hoffnung, dass die günstigeren Turnverhältnisse Wegmarke einer Aufwärtsent-wicklung sein werden. Mit einem rauschenden letzten Trottenfest nach dem Schlussturnen wird von der alten Übungsstätte Abschied genommen.


Turnbetrieb und Wettkämpfe

Orientierungslaufen (OL)
Mit dem Orientierungslaufen ist bis in die 80er Jahre jeweils Beginn und Ende der durchs Jahr stattfindenden Anlässe gebucht; anfangs Jahr mit dem Kreis-OL und im Herbst mit dem Kantonalen OL.

Jahreswettkampf
Der von der Jahresversammlung festgelegte Jahreswettkampf in den ersten Vereinsjahren besteht aus den drei Disziplinengruppen Cirquit, Leichtathletik und ‚ Spezialitäten'. Letzterer werden Kegeln, Jass, Distanzen schätzen, Lebensalter und Turnstundenbesuch zugeordnet, wobei sich letzterer als vorteilhaft für den Turnbetrieb erweist.

Schlussturnen
Bis Mitte der 80er Jahre versammelt man sich in den Herbsttagen zum Schlussturnen, welches gemeinsam mit allen anderen Riegen stattfindet. Beim anschliessenden Schlussabend in der Trotte geht es jeweils hoch zu und her.

Trainingsbetrieb
Interessanterweise ist es so, dass das vermehrte Faustballtraining in den 80er und 90er Jahren vom Turnstundenbetrieb keine Energie absorbiert. So wird z.B. im Jahre 1990 in 40 Turnstunden trainiert und zusätzlich werden 20 Anlässe besucht. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Es resultiert der 1. Rang im Gruppenwettkampf am Kreisturnfest in Sirnach. 1991 besuchen jeweils bis zu 30 Männerriegler die Turnstunden. Unter dem Präsidenten Albert Zehnder wird 1993 fast notgedrungen das Seniorenturnen ins Leben gerufen. Das Leiterproblem ist noch nicht gelöst und ‚Veteran' Bruno Zehnder muss mit 80 Lenzen nochmals für zwei Jahre ‚in die Hosen'. Danach schwingen Moritz Sprenger, Willy Bickel und Armin Waltisperg jeweils viele Jahre das Zepter bei der Seniorenriege.

Das einmalige Erlebnis beim erstmals besuchten Eidgenössischen Turnfest (ETF) in Luzern von 1991 spornt zu weiteren Teilnahmen an: 1995 sichert man sich am Kreisturnfest in Wilen mit 10 Männerturnern den 2. Rang von 36 Mannschaften, 2002 resultiert am ETF Baselland ein 5. Schlussrang von 66 Mannschaften, 2004 wird unter Leitung des Oberturners Rolf Pfister der Sieg im Gruppenwettkampf vom Kreisturnfest in Neukirch/Schönholzerswilen nach Hause getragen, und gleiches wiederholt sich 2005 in Thundorf. In der jüngeren Zeit wird an den ETFs in Frauenfeld und Biel gemeinsam mit der Frauenriege und den Aktiven gekämpft, nach dem Motto: "Die Leistung kann den Spass nicht bezwingen."

Die gesündeste aller Turnübungen ist das rechtzeitige Aufstehen vom Esstisch.


Faustball

Mit der Teilnahme am ersten Eulach-Faustballturnier in Elgg im Frühjahr 1966, startet ein bis in die Neuzeit dauerndes Kapitel. Der Spass am Faustball (FB) manifestiert sich über Jahrzehnte in der Teilnahme an unzähligen FB-Turnieren. So z.B. regelmässig an den Hinterthurgauer- und Thurgauer Männerspieltagen und dem Eulachturnier in Elgg. Ende der 60er Jahre kann an Wettkämpfen bereits mit 3 Gruppen gestartet werden.

Die viele Jahre dauernde Spiel- und Turnierpraxis resultiert 1980 am Kant. Spieltag mit dem 1. Rang auf Platz 16. Von da an geht es so richtig bergauf. Verstärkt mit jüngeren Mitgliedern entwickelt sich das Niveau über die Jahre derart, dass die 1. Mannschaft der Männerriege am Hinterthurgauer Spieltag auf Platz 1 als Favoritenschreck gilt. 1996 liest man dann in der Zeitung: "Starkes Ettenhausen 1 Sieger in der Kat. C (32 Mannschaften) des Eulachturniers in Elgg". Im nachfolgenden Auffahrtsturnier in Frauenfeld gelingt der gleiche Husarenritt nochmals und zusätzlich wird in diesen Jahren das Hartenau-Turnier in Tobel 3x gewonnen und mit dem Wanderpreis belohnt.

Parallel zu den Erfolgen der Männerriege entwickeln sich, unter der Leitung von Ernst Wägeli und Dölf Frei, der Mini- und Jugend-Faustball mit 30 Kindern. In der weiteren Entwicklung sieht der damalige MR-Präsident Dölf Frei im Jahre 1995 den Tatsachen ins Auge: Der Faustballsport hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Systematisches Aufbautraining und Jugendförderung, aber auch der erhöhte Trainingsaufwand innerhalb der MR, haben das einst belächelte ‚Puuretennis' zu einer intensiven und konditionell anspruchsvollen Sportart verändert. Da im Turnverein kein Faustball gespielt wird, drängt sich nach verschiedenen Gesprächen die Gründung eines eigenen Vereins auf. Der Faustballverein Ettenhausen wird aus der Taufe gehoben.


Turnstundenbesuch

Kein Erfolg ist ohne Rückschläge und Probleme. Wie aus den Jahresberichten zu entnehmen ist, gleicht die Motivation im Turnstundenbetrieb in den 50 Jahren einer Berg- und Talfahrt. Meist gegen Ende einer präsidialen Epoche müssen die Mitglieder vermehrt motiviert werden. So meint einmal ein Oberturner, dass ihn das nachlassende Turninteresse müde mache.
Werbe-Schreiben im Jahre 1969 in die Haushaltungen und ein Aufruf zu einem "Jedermannsturnen" bleiben leider erfolglos. Nur die persönlichen Kontakte tragen Früchte. 1973 wird kein einziger Leiterkurs besucht. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre lassen schwache Beteiligungen am Schlussturnen die Sinn-Frage aufkommen. Und in neuerer Zeit wird werbewirksam ein Unterschied zum Fitness-Club aufgezeigt: "Kameradschaft und Geselligkeit. Und das Ganze für nur 50 Rappen pro Turnstunde." Im 2006 ermuntert der amtierende Präsident Christian Brunner seine Turner: "Wir wollen nicht zu den 64% Schweizern gehören, die sich nicht bewegen."


Anlässe: Sommernachtsfest, Seifenkisten-Derby und Preisjassen

Sommernachtsfest und Seifenkisten-Derby
Erstmals 1970 und weiter in den nachfolgenden Jahren hilft man dem Turnverein bei den Sommernachtsfesten. Am 17. Juni 1973 hilft man dem Turnverein beim ersten Seifenkistenderby. Ein unvergessliches Ereignis. Weitere Derbys folgen, gekrönt mit den Schweizer-Meisterschaften 1975 und 1976.

Turnveteranentagung und 50 Jahre Turnverein Das Jahr 1978 fordert alle Kräfte. Anfangs Juni wird, zusammen mit den Turnorganisationen von Ettenhausen und Aadorf, die Landsgemeinde der Thurgauer Turnveteranen organisiert und durchgeführt. Im August wird zusammen mit den anderen Riegen das grossartige 50-Jahre-Jubiläum der Aktivriege bewältigt.

Partneranlässe Die Mitwirkung bei Anlässen wie 100 Jahre Bürgermusik (2001), 100 Jahre Männerchor (2007), Brunnenfest 10 Jahre Einwohnerverein (2004), Waldfest (2010), SlowUp 2011 und Kreismusikfest Ettenhausen (2012) sind ein kultureller Beitrag zum Dorfleben. Weitere, eher artfremde Einsätze in der Neuzeit als Servicepersonal am ETF07 (Frauenfeld) und am Eidg. Schwing- und Älplerfest 2010 in Frauenfeld sowie anlässlich mehrerer Raiffeisenbank-Versammlungen sind zu verzeichnen.

Preisjassen Eifrig nimmt man in den 60er und 70er Jahren am Preisjassen in Balterswil teil. 1979 ist der Ettenhauser Triumph vollständig: Sieger im Einzel und Mannschaftsklassement. Von raffinierten Spielzügen, in harten Trainingsstunden angeeignet, sei die Rede gewesen.
Angespornt von diesen Erfolgen wird am 7. April 1984 ein eigenes Preisjassen aus der Taufe gehoben. Die Teilnehmerzahl steigert sich von anfänglich 60 auf 164 JasserInnen im Jahre 2003. Während die erste Durchführung mit einem 4-fachen Damensieg endet, ist im Jahre 1995 eine statistische Meisterleistung zu verzeichnen: die Männerriege Ettenhausen stellt sowohl den Sieger wie auch den Verlierer. Einige weitere interne Sieger sind in den Berichten nachzulesen. Mit der erfolgreichen 30. Durchführung im 2013 tauchen erste Ermüdungserscheinungen auf.


Vereinsnachrichten

Im März 1974 werden vom Turnverein die ‚Vereins-Nachrichten' ins Leben gerufen. Der erste darin enthaltene Artikel in turnerischer Sache stammt aus der Feder des amtierenden MR-Präsidenten Richard Hermann. Obgleich er sich darin mit dem Gründungsjahr vergreift, kommen dem Leser tiefgreifende Worte entgegen, welche aufgrund ihres Gehaltes hier nochmals zitiert werden:
"...In freier Organisation wurde wöchentlich eine Turnstunde abgehalten. Warum taten sie dies? Warum diese körperliche Ertüchtigung? - Fragt sie einmal, sie, die sich dem Turnen hingeben, warum sie es tun. Fragt sie aber überraschend, vielleicht dann, wenn sie dabei sind, ihren Ausgleichssport auszuüben. Wenn sie trainieren, laufen und springen. Turnen ist ein Körpererlebnis. Jetzt formuliert sich die Antwort von selbst. Der innere Zwang zur Bewegung ist es, der uns Menschen eine körperliche Ertüchtigung betreiben lässt. Wir müssen uns bewegen, wollen wir leben und gedeihen. Tun wir es nicht, so verkümmert unser Körper........"


Um- und Ausbau der Schul- und Sportanlagen

Nach dem im Jahre 1987 deutlich bewilligten Um- und Ausbau der Schul- und Sportanlagen erhofft man sich neue Impulse für die ganze Turnbewegung. An mehreren Sitzungen betr. neuem Benützungs-reglement wird seitens der MR für die Turnsache gekämpft, u.a. für die Hallenbenützung am Montag bereits ab 19.00 Uhr. Damit ist der Weg frei für einen weiteren Markstein: der Gründung der Seniorenriege. Beim Usreuki-Fest der Turnhalle ist voller Einsatz gefordert und die turnenden Vereine können zuhanden der Baurechnung Fr. 5000.- übergeben.

Während der einjährigen Umbauphase 88/89 dürfen die Männerriegler Gastrecht bei den Turnkameraden in Hofstetten geniessen. Das in der Umbauphase gelegene 25-Jahr Jubiläum wird nur in bescheidenem Masse gleich anschliessend an die GV im Hirschen gefeiert.

Im Jahre 1989 wird dann, zusammen mit den anderen Dorfvereinen, aktiv an der Schulhaus- und Turnhallen-Einweihung mitgearbeitet. Dieses gemeinsame Mitwirken soll beweisen, dass keine ungesunde Rivalität unter den Dorfvereinen herrsche. Mit dem Reingewinn erwerben alle Vereine das Recht auf Gratisbenützung der Schul- und Sportanlagen, was mehr wert ist als ein kurzfristiges Hoch in den Vereinskassen. Der neuen Halle und auch intensiver persönlicher Werbung ist zu verdanken, dass unter dem amtierenden Präsidenten Albert Zehnder in einer Zeit der Hochblüte 14 neue Kameraden in die Riege eintreten. Die Mitgliederzahl überschreitet die Zahl 50.


Kameradschaft

Betrachtet man die frühen gesellschaftlichen Anlässe (Turnfahrten und Unterhaltungsabende mit den anderen Riegen), findet man in den Akten schnell einen gemeinsamen Nenner: Alois Mathis. Er sorgt mit seiner Orgel für Stimmung und Tanz. Unterstützt wird er durch die später dazugestossenen Männerriegler Viktor Brändli und Ernst Blattner.

Unverkennbar ist die Kameradschaft ein wichtiges Merkmal über all die Jahre. Ausserturnerische Anlässe der Neuzeit erfreuen sich immer hoher Beliebtheit. Sei dies nun ein Besuch bei der REGA oder im Casinotheater, sei es das jährliche Kegeln oder das gemeinsame Nachtessen mit Partnerinnen, der Skitag oder der Grillabend mit Velotour, oder ganz zuoberst auf der Rangliste und seit Bestehen der Männerriege natürlich die jährliche Turnfahrt.


Turnfahrten

Im ersten Jahresbericht (1964) ist nachzulesen, dass auch dem gesellschaftlichen Teil gefrönt wird. Jedenfalls habe man Richard Hermann vom Aktivverein '....allen Gefahren an diesen Tagen des 25. und 26. Juli zum Trotz' wieder ledig und ungebunden von der Turnfahrt aus dem Appenzellerland zurückgebracht.

Die Turnfahrten werden in den ersten Jahrzehnten als Höhepunkt im Jahresprogramm gewertet. Die Pflege der Kameradschaft hat einen sehr hohen Stellenwert. Die hohe Beliebtheit zieht sich durch bis zur Neuzeit. Daran ändert auch etwaige Platzknappheit und Schlafen in der Abstellkammer des Hotels infolge Doppelbelegung nichts. Im Jahre 2005 reist man gar bis nach Irland um den ausgewanderten Oberturner Urs Gisler zu besuchen.


Ehrungen

Einen besonderen Empfang gibt es am 18. Okt. 1970 für den damaligen Präsidenten Bruno Zehnder für die Ernennung zum Ehrenmitglied des Eidgen. Turnverbandes (ETV). Acht Jahre später (1978) wird er, in Anerkennung seiner Verdienste um den Turnverein, zu dessen Ehrenpräsidenten ernannt. Verdientermassen darf er auch die Ehrenmitgliedschaft der Männerriege entgegennehmen und selbst den 90. Geburtstag feiert er am 17. Jan. 1999 zusammen mit seinen Turnkollegen der Männerriege.

Es könnten hier noch viele grossartige Leistungen genannt werden. Die Vereinspräsidenten der letzten drei Jahrzehnte sind sich aber einig: Was wäre die Männerriege ohne Moritz Sprenger und Ernst Wägeli? Ihre hervorragenden Turnstunden, ihr bedingungsloser Einsatz, ihre Freude und Überzeugung für die Bewegung, all das und noch mehr, wird in den Jahresberichten immer und immer wieder betont. Ihre Ehrenmitgliedschaft ist nur ein kleiner Ausdruck für das, was sie geleistet haben.


Der Weisheit letzter Schluss

Bei den meisten Präsidiums-Übergaben kann ein- und derselbe Ratschlag des jeweils abtretenden Präsidenten an die Adresse des neuen Präsidenten nachgelesen werden: "Man möge im Rahmen bleiben."
Auch beginnen oder enden viele Jahresberichte mit Sprüchen und Weisheiten. So soll der folgende Spruch von Alfred Huggenbeger die Rückschau auf 50 Jahre Männerriege abschliessen:

Es eilt die Zeit, leicht ist ihr Schritt
Wir müssen mit, wir müssen mit
So mancher kann es nicht verstehn
Er möchte gern gelassner gehn